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Angst. Macht. Propaganda: Das System Putin | Possoch klärt | BR24
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BERICHTIGUNG: Die im Video genannten russischen Unternehmen Rosneft, Gazprom und Sberbank werden nicht von Oligarchen geführt, sondern befinden sich in staatlicher Hand.
Fabian Burkhardt ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung, das eng mit der Universität kooperiert.
Putin: Je länger der Ukraine-Krieg dauert, desto mehr bekommt auch Russland die Folgen des Kriegs zu spüren. Westliche Sanktionsmaßnahmen sollen der russischen Wirtschaft langfristig schaden und einzelne Oligarchen zum Umdenken bewegen. Bisher kann Präsident Wladimir Putin seine Macht behaupten. Doch könnte das „System Putin“ bald zerbrechen? Possoch klärt!
INHALT
00:00 Zerbricht das „System Putin“?
01:14 Funktioniert noch die russischen Staatspropaganda?
02:01 Strafen und Repressionen: Putins Machtinstrument
03:44 Warum wehrt sich die russische Bevölkerung nicht?
04:24 Die Gefährdung des russischen Wohlstands
05:02 Ukraine-Krieg aus Sicht der russischen Bevölkerung
06:34 Das Oligarchen-System unter Putin
07:08 Wenden sich die Oligarchen gegen Putin?
08:00 Das Oligarchen-System nach der UdSSR
09:20 Das engste Umfeld von Putin
09:51 Stirbt Putin bald an Krebs?
10:22 Das Nachfolge-Problem
11:22 Fazit
Das Unbehagen in den russischen Medien wächst, und trotz angeblich hervorragender Umfragedaten hat Wladimir Putin jede Menge Grund zur Sorge. Offiziell heißt es, rund siebzig bis achtzig Prozent aller Befragten unterstützten die Politik des Kreml im Allgemeinen und den Angriff auf die Ukraine im Besonderen, Tendenz gleichbleibend. Doch die die zunehmend skeptische Tageszeitung "Nesawissimaja Gaseta" (NG) verweist darauf, dass die Umfragen für das Regime richtiggehend gefährlich werden könnten. Grund dafür ist nicht etwa die Frage, ob nun sechzig oder achtzig Prozent der Bevölkerung Putin-Fans sind, sondern die Debatte über die Kriegsziele.
Kreml enorm unter Erfolgsdruck geraten
Vierzig Prozent der Befragten antworteten dem staatlichen Demoskopie-Institut WZIOM, mit dem Angriff auf die Ukraine werde ihrer Meinung nach Russland "beschützt", die Ukraine "entwaffnet" und an einer NATO-Mitgliedschaft gehindert. Deutlich weniger Russen sind der Ansicht, es gehe darum den Donbass zu besetzen (20 Prozent) oder die Ukraine von "Nazis" zu befreien (18 Prozent). An diesen Zahlen hat sich in den letzten Monaten auch wenig verändert.
Gemessen daran ist der Kreml enorm unter Erfolgsdruck geraten, bilanziert die NG: "Solche Prioritäten bedeuten, dass das Ende der Spezialoperation ohne die Demilitarisierung der Ukraine, ohne eine eigentliche Niederlage, von der Gesellschaft möglicherweise nicht verstanden wird. Der Abbruch der Kampfhandlungen bei so einem Stand wäre näher zu erläutern. Und es scheint, dass das Erreichen der Grenzen der Regionen Donbass und Lugansk nicht mehr ausreicht, um das öffentlich als Erfolg zu verkaufen."
"Spielregeln sind härter geworden"
Demnach hätte sich die russischen Propaganda in den eigenen Fallstricken verheddert, gab sie doch Woche für Woche neue angebliche "Ziele" aus. Und was Außenminister Sergei Lawrow unter dem von ihm ausgerufenen "totalen hybriden Krieg des Westens" versteht, dürfte unter den älteren Russen kaum jemand nachvollziehen können. Kein Wunder, dass der Druck von Nationalisten wächst, die den Kreml immer unverblümter für seine angebliche "Unentschlossenheit" kritisieren und den Krieg trotz einiger territorialer Gewinne für "gescheitert" erklärten.
Weiterführende Links zum Thema „Zerbricht das „System Putin“?“:
Presenter: Dominic Possoch
Videoproduktion: Marc-Henning Bielenberg
Grafik: Multimedia Design
Recherche und Text: Adrian Dittrich
Redaktion BR24: Gudrun Riedl, Jürgen P. Lang
© BR24
#Putin #Russland #Oligarchen #Krieg #Ukraine #Sanktionen #Kreml #Propaganda #Macht #Angst #Repressionen #korrupt #possochklaert #br24
Fabian Burkhardt ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung, das eng mit der Universität kooperiert.
Putin: Je länger der Ukraine-Krieg dauert, desto mehr bekommt auch Russland die Folgen des Kriegs zu spüren. Westliche Sanktionsmaßnahmen sollen der russischen Wirtschaft langfristig schaden und einzelne Oligarchen zum Umdenken bewegen. Bisher kann Präsident Wladimir Putin seine Macht behaupten. Doch könnte das „System Putin“ bald zerbrechen? Possoch klärt!
INHALT
00:00 Zerbricht das „System Putin“?
01:14 Funktioniert noch die russischen Staatspropaganda?
02:01 Strafen und Repressionen: Putins Machtinstrument
03:44 Warum wehrt sich die russische Bevölkerung nicht?
04:24 Die Gefährdung des russischen Wohlstands
05:02 Ukraine-Krieg aus Sicht der russischen Bevölkerung
06:34 Das Oligarchen-System unter Putin
07:08 Wenden sich die Oligarchen gegen Putin?
08:00 Das Oligarchen-System nach der UdSSR
09:20 Das engste Umfeld von Putin
09:51 Stirbt Putin bald an Krebs?
10:22 Das Nachfolge-Problem
11:22 Fazit
Das Unbehagen in den russischen Medien wächst, und trotz angeblich hervorragender Umfragedaten hat Wladimir Putin jede Menge Grund zur Sorge. Offiziell heißt es, rund siebzig bis achtzig Prozent aller Befragten unterstützten die Politik des Kreml im Allgemeinen und den Angriff auf die Ukraine im Besonderen, Tendenz gleichbleibend. Doch die die zunehmend skeptische Tageszeitung "Nesawissimaja Gaseta" (NG) verweist darauf, dass die Umfragen für das Regime richtiggehend gefährlich werden könnten. Grund dafür ist nicht etwa die Frage, ob nun sechzig oder achtzig Prozent der Bevölkerung Putin-Fans sind, sondern die Debatte über die Kriegsziele.
Kreml enorm unter Erfolgsdruck geraten
Vierzig Prozent der Befragten antworteten dem staatlichen Demoskopie-Institut WZIOM, mit dem Angriff auf die Ukraine werde ihrer Meinung nach Russland "beschützt", die Ukraine "entwaffnet" und an einer NATO-Mitgliedschaft gehindert. Deutlich weniger Russen sind der Ansicht, es gehe darum den Donbass zu besetzen (20 Prozent) oder die Ukraine von "Nazis" zu befreien (18 Prozent). An diesen Zahlen hat sich in den letzten Monaten auch wenig verändert.
Gemessen daran ist der Kreml enorm unter Erfolgsdruck geraten, bilanziert die NG: "Solche Prioritäten bedeuten, dass das Ende der Spezialoperation ohne die Demilitarisierung der Ukraine, ohne eine eigentliche Niederlage, von der Gesellschaft möglicherweise nicht verstanden wird. Der Abbruch der Kampfhandlungen bei so einem Stand wäre näher zu erläutern. Und es scheint, dass das Erreichen der Grenzen der Regionen Donbass und Lugansk nicht mehr ausreicht, um das öffentlich als Erfolg zu verkaufen."
"Spielregeln sind härter geworden"
Demnach hätte sich die russischen Propaganda in den eigenen Fallstricken verheddert, gab sie doch Woche für Woche neue angebliche "Ziele" aus. Und was Außenminister Sergei Lawrow unter dem von ihm ausgerufenen "totalen hybriden Krieg des Westens" versteht, dürfte unter den älteren Russen kaum jemand nachvollziehen können. Kein Wunder, dass der Druck von Nationalisten wächst, die den Kreml immer unverblümter für seine angebliche "Unentschlossenheit" kritisieren und den Krieg trotz einiger territorialer Gewinne für "gescheitert" erklärten.
Weiterführende Links zum Thema „Zerbricht das „System Putin“?“:
Presenter: Dominic Possoch
Videoproduktion: Marc-Henning Bielenberg
Grafik: Multimedia Design
Recherche und Text: Adrian Dittrich
Redaktion BR24: Gudrun Riedl, Jürgen P. Lang
© BR24
#Putin #Russland #Oligarchen #Krieg #Ukraine #Sanktionen #Kreml #Propaganda #Macht #Angst #Repressionen #korrupt #possochklaert #br24
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