Warten auf die Organspende | Charité intensiv - Gegen die Zeit | Doku | Reportage

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Jeden Tag sterben drei Menschen in Deutschland, weil sie nicht rechtzeitig ein Spenderorgan erhalten. "Charité intensiv: Gegen die Zeit" dokumentiert die Folgen des Organmangels. Die Serie zeigt aus unmittelbarer Nähe den Kampf des medizinischen Personals, der Wartenden und derer, die um ihre Sichtbarkeit ringen. Modernste Medizin kann in Deutschland ohne die Solidarität der Gesellschaft und jedes Einzelnen nicht ihr volles Potential ausschöpfen – nicht selten mit tödlichen Folgen.

Zwei Jahre nach der ersten Staffel "Charité Intensiv" blicken Filmemacher Carl Gierstorfer und Mareike Müller wieder in den Grenzbereich zwischen Leben und Tod: In einem dramatischen Wettlauf gegen die Zeit kämpft das medizinische Personal in zwei Berliner Kliniken um Patientinnen und Patienten mit Organversagen. Empathisch und nah am Menschen wirft die vierteilige Serie ein Schlaglicht auf eine der drängendsten gesundheitspolitischen Fragen unserer Zeit.

"Wir wollten diese komplexe Thematik von Grund auf verstehen. Welche Perspektive hat das medizinische Personal? Was erleben Patientinnen und Patienten, die mitunter Jahre auf ein Organ warten? Wir wollten dies dokumentieren; nüchtern und in all seiner emotionalen Tiefe, so dass sich Zusehende ein eigenes Bild formen können." (Carl Gierstorfer und Mareike Müller)

Versagen die Organe eines Menschen, geht es um Leben und Tod. In der Berliner Charité und im Paulinenkrankenhaus in Berlin-Westend gelangt das medizinische und pflegerische Personal immer wieder an den Punkt, an dem nur noch ein Spenderorgan das Leben ihrer Patientinnen und Patienten retten kann. Es ist ein banges Warten, Stunden, Tage, die darüber entscheiden, ob sie das Unausweichliche akzeptieren und Menschen gehen lassen müssen, weil Politik und Gesellschaft bisher keine Antwort auf den akuten Mangel an Spenderorganen in Deutschland gefunden haben.

Viele Überlebende hat diese Erfahrung tief geprägt. Einige von ihnen kämpfen für eine bessere Versorgung mit Spenderorganen in Deutschland. Die Serie begleitet auch einen Nierentransplantierten, der versucht den Gesetzgeber auf die gravierende Situation aufmerksam zu machen: Jeden Tag sterben drei Menschen in Deutschland, weil sie nicht rechtzeitig ein Spenderorgan erhalten. Seit vielen Jahren zählt Deutschland zu den Schlusslichtern bei der Spendenbereitschaft. Im Verbund Eurotransplant, der in acht europäischen Ländern die Spenderorgane an Wartende vermittelt, profitiert Deutschland von der Spendenbereitschaft seiner Nachbarn. Dennoch hat es die Politik bislang vermieden, bestehende Gesetzgebungen grundlegend zu verändern.

"Charité intensiv: Gegen die Zeit" ist eine Produktion von Docdays Productions im Auftrag des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb).
Bild: rbb/DOCDAYS Productions

#charite #krankenhaus #dokumentation #reportage #organspende #intensivstation #klinik
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Комментарии
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Kenne die Station 21 sehr gut ❤! Danke an das super Team dort!!!!❤❤❤

katrinfoerster
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Kann man die 2. Folge auch schon auf YouTube sehen? Leider lassen sich die Folgen der ARD Mediathek nur aus D, nicht aus der Schaweiz abrufen.

tinainglin
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Ich habe schon lange einen Spenderausweis, ich spende alles was geht, wenn es soweit ist. Ich spende auch regelmäßig Blut, tut nicht weh und hilft anderen. Lg Ellen

ellen
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Kann man die Doku in der Schweiz aich sehen?

lukasbadergruber
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Irgendwie kommt es rüber als hätte das Video nur 25 fps

seitzergerm.
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Wäre schön wenn es länger gewesen wäre so 1std.

yvonneb.
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In dem Moment als sie die Eltern informiert hat, hatte ich direkt Pipi in den Augen!

sebastianfrank
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Es heisst Organ-Spende. Was da aber angestrebt wird, dass wer nicht widerspricht automatisch zum Spender wird, hat eben nichts mehr mit, ,spenden" zu tun.
Da warten und hoffen Leute darauf, dass andere Menschen sterben, um selbst weiter oder gesundheitlich wieder besser leben können. Ziemlich makaber. Von der Gefahr ganz abgesehen, dass in Verbindung mit Geld passende Organe, ,organisiert" werden. Wer weiss, was da jetzt schon im Hintergrund auch hier in Deutschland abläuft, auch das Thema Sterbehilfe rückt da in ein anderes Licht.

TheKalle
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Konnte die Patientin mit dem Leberversagen durch die Transplantation gerettet werden?❤

silkebrillenschlange
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So traurig das alles ist, meine Gedanken gehören den Spendern. Ich habe mich gegen eine Spende entschieden. Ich möchte auch keine erhalten. Für mich ist der Eingriff in den Menschen zu groß. Wir sind doch keine Maschinen, bei denen man Teile ersetzt. Dennoch alles Gute von Herzen.

bea
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Die Organe herausgeschnitten bekommen, solange mein Herz noch schlägt!? Nein, Danke.

Außerdem müssen die Leute mit Transplantationen einen Leben lang Medikamente nehmen, damit das fremde Organ nicht abgestoßen wird. Und nach einer bestimmten Zeit, muss auch das wieder ausgetauscht werden. Ich wette, ihr hattet nur vergessen das zu erwähnen.

last_days_of_summer
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Ich verstehe durchaus den Werbefilm. Ich wäre vermutlich auch sehr dankbar, würde einem mir unersetzlichen Menschen im Notfall geholfen. ABER: Die Widerspruchsregelung? Du wirst einfach ausgeschlachtet bei lebendigem Leib? Fakt ist, da arbeiten die Organe noch, anders wäre eine Trnsplantation nicht machbar. Heisst, Nichtmal dein Körper gehört dir, sondern wenn du nicht zig Sachen durchliest, dich intensiv damit beschäftigst, oder vllt die Zeit nicht da war, bist du wie ein Auto auf dem Schrottplatz, das auseinandergenommen werden darf, Angehörige dürfen dann immer noch selbst gucken, wie sie das Restgemetzel teuer beerdigen, aber du hast der zunehmend auf Gewinn ausgelegten Medizin "geholfen". So lange da nicht noch arg dran gefeilt wird, man nicht immer suggeriert bekommt, dass ja nur noch totes Gemüse einfach recyclet wird und das Gemüse das ja auch nicht merkt etc ... NEIN!!! KEINE WIDERSPRUCHSLÖSUNG! "die Würde des Menschen ist unantastbar! Das bedeutet, er muss sich nicht noch damit beschäftigen, ob er einfach weiterverarbeitet wird!

yvonnekrebs
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Ich hab mir die zweite Folge schon angesehen, und war echt geschockt.
Da sagt der Arzt zum anderen bei der leberop " normalerweise müssten man für solch eine OP Schmerzensgeld verlangen "
Ich fand die Aussage echt krank. Dann hätte sich der sich einen anderen Beruf aussuchen müssen. Als Arzt weiß man doch im Vorfeld was auf einem zu kommt.

Summer_Dream_