Energiewende am Ende?

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Sind Wärmepumpen teure Stromfresser und Holzheizungen viel nachhaltiger? Wie viele Vögel sterben durch Windräder, wie laut sind Windkraftanlagen und wie umweltschädlich sind erneuerbare Energien?
Rund um das Thema Energiewende kursiert viel Halbwissen. Was davon stimmt und was Mythen sind, ist oft nicht leicht zu erkennen; vor allem, wenn die Wahrheit irgendwo dazwischen liegt. Deshalb schauen wir uns sieben Energiewende-Mythen genauer an - wissenschaftlich fundiert und unaufgeregt. Wir klären, warum unser Strom so teuer ist, wie nachhaltig Holz-Heizungen, Wärmepumpen und Wasserstoff wirklich sind, ob Windräder uns krank machen, wie viele Vögel durch sie sterben und wie umweltschädlich erneuerbare Energien sind.
Holt euch einen Tee, macht es euch gemütlich, wir steigen durch.

KAPITEL
00:00 Intro
00:59 Kosten durch erneuerbaren Strom
05:57 Machen Windräder krank?
10:13 Pelletheizung & Nachhaltigkeit
18:06 Wärmepumpe: Funktionsweise & Effizienz
24:46 Wasserstoff als Lösung für alles
26:09 Tote Vögel durch Windräder
27:27 Umweltschäden durch erneuerbare Energien
28:10 7 Lösungen für die Energiewende
30:29 Was kann ich tun?

BEITRÄGE ÜBER DEN ROHSTOFFABBAU FÜR ERNEUERBARE ENERGIEN

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Eine Produktion von Mai Thi Nguyen-Kim und der bildundtonfabrik für ZDFneo.

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Комментарии
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Ich habe seit 11 Jahren eine Wärmepumpe. Damals war das noch kein Politikum. Ich war skeptisch, weil sich die Lösung zu gut anhörte, als dass es wahr sein könnte. Erst durch Erfahrungsberichte von bekannten aus meinem (sonst sehr konservativem!) Heimatort in Bayern lies ich mich darauf ein. Wir haben es nie bereut. Wir sind auch mit den Heizkosten gut gefahren in der Zeit, auch während Corona und Kriegsbeginn in der Ukraine. Die Probleme wie es Freunde und bekannte mit Öl und Gas hatten, hatten wir nicht Ansatzweise.

Deshalb bin ich wirklich sauer, dass die Wärmepumpe von einigen Politikern und Parteien so kaputt geredet werden. Das ist aus meiner Sicht eine der besten Technologien, die es derzeit gibt und die wir als Land in Zukunft unbedingt nutzen sollten. Also, investieren, Arbeitsplätze schaffen, weniger Abhängigkeit von Öl und Gas, stabilere Kostenstrukturen und nebenbei was für die Umwelt tun, weil geringerer CO2 Ausstoß. Das gehlrt für mich auch zur sogenannten "Technologieoffenheit" und es ist ein Schritt in die Zukunft.

Und zum Holz: alles richtig in dem Bericht, meiner Ansicht nach. Wichtig war, dass Holz eine "Nischenlösung" ist. Es kann also beispielsweise im ländlichen Bereich durchaus Sinn machen, mit Holz aus Wäldern in der Nähe zu heizen. Komme selbst aus einem Forstwirtschaftshaushalt. Wir haben immer nur kranke / alte Bäume entfernt und damit geheizt. Nachhaltiger geht es im Bereich Holz nicht. Ist halt keine Lösung für die ganz breite Masse.

smb
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Am dümmsten finde ich ja, dass Windräder von Boomern wie Friedl Merz immer als hässlich betitelt werden und dass die ja das Landschaftsbild ruinieren würden. Ich finde ja eher hässlich, wenn ganze Dörfer für einen Kohletagebau inklusive dystopisch großem Krater platt gemacht werden. Und jedes mal, wenn ich neue Windräder sehe, hat es für mich eher was utopisch schönes und ich freue mich darüber, dass die Zukunft evtl doch nicht so scheiße wird und es zumindest vorangeht.

fernsehersatz
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Also ich hab eine Wärmepumpe und die sind teuer und brauchen viel Strom - kann ich unterschreiben. Aber so lange ich keinen grünen Wasserstoff im Garten sammeln kann fehlen mir sinnvolle Alternativen. Davon abgesehen, verkaufe ich im Sommer so viel Strom (in Euro) wie ich im Winter verheize. Meine Bilanz ist daher aktuell ca. 0 und wenn mein Verbrennerauto irgendwann den Geist aufgibt und dafür ein E-Auto im Hof steht, wird die Bilanz noch besser, denn das fährt dann auch ca. 8 Monate mit Strom vom Dach. Von meiner Heizung hat Habeck auch nen ganz ordentlichen Teil bezahlt - ich bin ihm dankbar, ein Politiker zu sein, der seinen Idealen zum grössten Teil treu geblieben ist.

kobi-kobsen
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Seit 30 Jahren Luftwärmepumpe (noch in Schilling bezahlt) und Fußbodenheizung, seit 10 Jahren zusätzlich Erdwärmepumpe, seit 5 Jahren PV am Dach, dank Förderung seit heuer mit Speicher, immer gut damit gefahren und die Kombination ist ziemlich perfekt. Dabei ist es höhenbedingt immer etwas frisch hier und die Sonnenstunden sind auch etwas weniger, Berge haben ihre Schattenseiten.
Der ehemalige Heizraum, wo einmal ein Koksofen stand, ist jetzt der kühlste Raum im Haus. Das alte Kohlenkammerl ist jetzt Fahrradwerkstatt.
Nur den Kachelofen haben wir behalten, für Übergangszeiten, Schneestürme mit Stromausfall (neuerdings Erdkabel, also auch Vergangenheit) und weil wir eigentlich genug Wald haben.

Dachte immer, dass das bei euch in Deutschland auch weit verbreitet wäre. Die aktuelle Diskussion hat mich überrascht.

Will damit aber jetzt niemanden triggern. Wenn ich das wollte, hätte ich vom Glasfaserkabel geschrieben.

plus
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Perfekte Vorbereitung für das Familienessen an Weihnachten

Fetronator
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21:10 ich WUSSTE es. Als Robert bei mir am Küchentisch saß, hat er andauernd Richtung Keller geschielt… und als er dann weg war, merkte ich dass meine Ölheizung fehlt. Da hat er die einfach heimlich ausgebaut, als ich Kaffee gekocht habe. Unverschämt

mstr
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Das Deutsche Problem ist, das oft Bild Zeitung mit Bildung verwechselt wird..

ppckrtt
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Ich wohne derzeit in einer Gegend von Deutschland, wo es sehr viele Windräder gibt. Tatsächlich ist das auch der Teil von NRW mit den meisten Windkraftanlagen (aktuell circa 350), und ich kann nur eins dazu sagen: Die sind weder laut, noch zerstören sie das Landschaftsbild. Im Gegenteil, ich kenne niemanden, der sie aktiv wahrnimmt und krank haben sie von uns jetzt auch niemanden gemacht. Da hat dieser Beitrag einen meiner Ansicht nach sehr wichtigen Punkt aufgegriffen. Nämlich, dass man solche Probleme nur wahrnimmt, wenn man aktiv danach sucht. Wenn Menschen sich mehr darauf einlassen würden und sich auch besser informieren würden, sähe das Thema schon anders aus.

cakesyouth
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Mein erster Freund in meiner Schulzeit war Heizungsbauer. Schon in 2004 hat sein Chef - CSU Wähler! - sich in sein eigenes Haus eine Wärmepumpe eingebaut. Er war damals schon überzeugt, dass das als einziges Sinn macht für die Zukunft. Leute, es geht um eine Heizung. Lasst den Kulturkampf.

anjaneuber
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Das Gebäudeenergiegesetz gibt es schon viel länger als die Ampel. Es ist eigentlich auch nur eine Zusammenfassung mehrerer Einzelgesetze

gerharddahlheimer
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Lustig, dass sich die Söder-CSU bei Windkraft so querstellt. Die sollten mal genauer vor der eigenen Haustür schauen. Die Gemeinde Wildpoldsried hatte bereits vor 25 Jahren entschieden, Energiewende unter Bürgerbeteiligung umzusetzen. Mit Erfolg. Überproduktion und Gewinn für alle.

xlumino
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Ich habe am Anfang nicht verstanden, warum ihr bei der Berechnung der CO2-Emissionen von Pellets auf ein so ganz anderes Ergebnis wie der Pellets Verband kommt, 0, 26t/Jahr und 4, 21t/Jahr ist ja ein großer Unterschied. Erst nachdem ich mich näher damit beschäftigt habe, habe ich erkannt, wo die Abweichung herkommt: Der Pellets Verband ist von der Klimaneutralität von Holz ausgegangen und hat nur das CO2 für die Herstellung der Pellets gerechnet, ihr habt das CO2 gerechnet, das beim Verbrennen von Holz entsteht.
Auch wenn ihr es nicht hören und akzeptieren wollt: In Deutschland und in fast allen entwickelten Ländern wächst mehr Holz nach als geschlägert wird, der Wald nimmt zu. Solange das so ist kann man das Verbrennen von Holz als klimaneutral betrachten. Die Aussage: „Die Bäume wachsen also doch nicht so schnell nach“ ist also falsch. Der Begriff „Nachhaltigkeit“ kommt aus der Forstwirtschaft, dort wird das schon lange praktiziert.
Natürlich kann Heizen mit Holz nur eine Nischenlösung sein, das ergibt sich schon aus den vorhandenen Holzmengen.
Die Wärmepumpe ist sicher die Heizung der Zukunft, aber auch dabei gibt es natürlich Probleme. Sie ist ja nur sinnvoll, wenn der Strom aus erneuerbaren Quellen kommt, und das ist bei weitem nicht so einfach machbar. Im Winter fällt Solarenergie praktisch aus, wenn es viel Sonnenschein geben würde, wäre nicht Winter.
Bleibt Windenergie. Der Wind ist aber sehr unzuverlässig, Wind ist Zufallsenergie.
Das hat man schon in alten Zeiten gewusst, Windmühlen gibt es ja schon lange. Schon der Wilhelm Busch hat ein Gedicht darüber geschrieben:
Aus der Mühle schaut der Müller,
der so gerne mahlen will,
stiller wird der Wind und stiller,
und die Mühle stehet still,
So geht’s immer wie ich finde,
ruft der Müller voller Zorn,
hat man Korn so fehlts am Winde
hat man Wind so fehlts am Korn.

Es wird also noch viele Probleme bei der Umstellung auf erneuerbare Energieformen geben. Solange das so ist (und das wird lange so bleiben), sollte man als Unterstützung weiter auch Holz zur Heizung verwenden.
Schöne Feiertage und alles Gute im neuen Jahr aus Österreich

alfredwolfram
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Lautstärke bei Windrädern voll uncool aber nicht für Tempolimit 30 innerorts 😂 es ist so dermaßen wild

bufohannah
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2012 ein Haus gebaut und es stand die Entscheidung zur Heizung an. Gas oder Wärmepumpe? Nicht nur, dass durch den fehlenden Gasanschluss im Haus der Aufpreis der Wärmepumpe teilweise ausgeglichen wurde, nein, auch die Betriebskosten sind wirklich niedrig. Solange der Strom für WP sogar noch subventioniert wird, lohnt es sich noch nicht mal das mit einer PV Anlage zu betreiben. Die höheren Anfangsinvestitionen haben sich, für mich, mehr als amortisiert.

*edit: Wir haben alle schon Wärmepumpen zu Hause. Nennt sich Kühlschrank und arbeitet umgekehrt. Niemand stellt das Existenzrecht von Kühlschränken in Frage...

TheKobiDror
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Bei der ganzen Hetze gegen Habeck hab ich bisher nie gehört, wie geil eigtl Wärmepumpen sind. Danke Mai👌

Nick-slzc
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Und auch hier ein kleiner Praxistipp: Wenn man über eine Wärmepumpe nachdenkt, kann man einfach mal die Vorlauftemperatur seiner alten, vermutlich Öl- oder Gasheizung auf 55°C oder noch weniger begrenzen und dann bei kalten Temperaturen sehen, ob die Wohnung immer noch so warm wird, dass es für einen persönlich behaglich ist. Sollte das der Fall sein, braucht in der Regel nur der Heizkessel gegen eine Wärmepumpe getauscht zu werden. Bei fachgerechter Montage wird man dann am Ende noch Geld sparen, bei mehr Komfort durch weniger Wartung oder weil man keinen Schornsteinfeger mehr benötigt.

Und natürlich ist eine energetische Sanierung grundsätzlich eine gute Sache, und eine Fußbodenheizung empfinden die meisten Menschen auch als angenehmer als eine Konvektionsheizung. Aber finanziell lohnt sich das oft nicht, und nicht jeder kann oder will sich eine Luxussanierung leisten.

Sollte der 55°C-Test fehlschlagen, sind auch weitere Maßnahmen denkbar, die immer noch relativ günstig sind, wie zum Beispiel Heizkörper mit mehr Heizleistung und/oder das Aufrüsten mit kleinen, leisen Lüftern, die die Heizleistung bei gleicher Vorlauftemperatur noch einmal erhöhen. Moderne Wärmepumpen schaffen zwar auch 70°C und mehr, aber als Faustregel sind sie unter 55°C wirtschaftlicher.

Und klar ist auch, dass von keiner Partei je ernsthaft vorgesehen war, Heizungen zu einem bestimmten Termin gegen einen bestimmten Heizungstyp zu tauschen – auch nicht von Habeck und den Grünen. Denn auch wenn es in einer idealen Welt schön wäre, wenn man das könnte, ist es praktisch gar nicht machbar, schon allein weil es nicht genug Heizungsbauer gibt, um so viele Heizungen innerhalb weniger Jahre zu tauschen.

Dennoch ist die Wärmepumpe in den meisten Fällen die beste Lösung. Und in den wenigen Fällen, in denen sie nicht funktioniert, z.B. in historischen Gebäuden, kann man auch mit Holz als Nischenlösung arbeiten – was vor allem sinnvoll ist, da gar nicht genug Holz für alle vorhanden ist, insbesondere nicht Restholz, das zum Heizen am sinnvollsten wäre.

chacka
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Wer ein problem mit infraschall hat sollte für den verbot von autos sein. Jede 30er zone ist lauter als ein windpark. bundesstraßen oder autobahnen brauchen wir da garnicht zu reden.

umountable
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Die Diskussion um die Energiewende ist so wichtig und voller Mythen – das Video bietet echt spannende Einblicke. Es erinnert mich an das e-Buch Geheimer Geldkick, das zeigt, wie man mit klaren Zielen und Strategien langfristige Veränderungen herbeiführt. Ein Gedanke, der auch bei diesem Thema eine Rolle spielen könnte!

Andreas.
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Was bin ich froh, dass ich 2021 meinen Nachtspeicherofen gegen eine günstige Luft/Luft-Wärmepumpe getauscht habe. 28% Verbrauch zu vorher, immer schön warm statt 18° Sparwärme, Anschaffung und Lieferung für dieses Hyperinverter-Markengerät war bei gut 2, 5k Euro, Einbau war an einem Tag erledigt und hat sich innerhalb von 3 Wintern komplett amortisiert. ❤

ch_wa
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Also ich heize mit Heizkörpern und befinde mich gerade im 3. Winter mit der Wärmepumpe. Da ich "nur" mit Heizkörpern arbeite und keine Flächenheizung habe, bin ich preislich mit der alten Ölheizung in etwa gleich auf. Die Perspektive ist aber besser, weil Öl sich stärker verteuern wird.

Laut dem Fraunhofer ISE lohnt sich eine Wärmepumpe, wenn man auch an ganz kalten Tagen mit einer Vorlauftemperatur von maximal 50° C auskommt. Das geht mit Heizkörpern. Und dann hat man eine Arbeitszahl von 3 oder mehr, was man benötigt um kostenmäßig mit Öl und Gas konkurrieren zu können.

Heizungen werden bei Einbau meist überdimensioniert und das war schon immer so. Zudem haben alte Häuser über die Zeit häufig Teilsanierungen erfahren. Doppelt verglaste Kunststofffenster zum Beispiel oder eine Dachdämmung. Alle diese Maßnahmen tragen zur Überdimensionierung der Heizungsanlage bei und ermöglichen dadurch eine geringere Vorlauftemperatur.

Und wenn mann dann noch was tun muss, können zum Beispiel Heizkörper getauscht werden. Wird ein klassischer Rippenheizkörper gegen einen etwa gleich großen Plattenheizkörper mit 2 Platten getauscht (Typ 22), erhöht sich die Wärmeleistung des Heizkörpers um 50 %. Bei gleichen Abmessungen. Wenn man stattdessen einen 33er nimmt, kommen nochmal 30-40 % mehr Wärmeleistung oben drauf. Der 33er hat etwas mehr Tiefe aber die Höhe und Breite bleiben in dem Fall gleich. Das sind einfache Maßnahmen, die in der Wohnung keinen höheren Platzverbrauch verursachen.

fordprefekt