Talk-Event zu UNGLEICHHEIT & WIRTSCHAFTSWACHSTUM (Fratzscher, Graupe, Linartas & Höfgen)

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Wir diskutieren über die massive, demokratiegefährdende Vermögensungleichheit in Deutschland und den Sinn und Zweck vom Wirtschaftswachstum, das das Klima zerstört.

Unsere Gäste:
- Ökonom & DIW-Präsident Marcel Fratzscher
- Ökonomin & Hochschulgründerin Silja Graupe (Cusanus Hochschule)

Moderation:
- Hans Jessen & Tilo Jung

Aufzeichnung vom 16. August 2022 aus dem Telefonica Basecamp Berlin.

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#Ungleichheit #Wachstum #Kapitalismus
Рекомендации по теме
Комментарии
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Geniales Gegenprogramm zur öffentlich-rechtlichen Talkshow. SO muss das! Daily, zumindest weekly! Das wäre das Wachstum, das wir brauchen! Mehr Publikum, mehr Diskussion, mehr Demokratie! 💚

rikenerys
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Hat Spaß gemacht! Bis Montag beim Wirtschaftsbriefing! :-)

Maurice_Hoefgen
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Bitte macht dieses Format so oft wie möglich. Ich glaube 3 Stunden sich frei auszutauschen, kann allen Teilen der Gesellschaft nur gut tun.

haggi
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Super das dieses Format wieder zurück ist! Wie immer viel Stoff zu verarbeiten/zum Nachdenken. Meinen herzlichen Dank an *alle* Teilnehmer: Diskussionspartner, Publikum und natürlich das Team.

hagenstein
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In Schweden ist Thema Ungleichheit Staatsthema nummer 1. Das es hier nahezu gar kein Thema ist, was vor allem CDU/CSU zu verdanken ist, ist wirklich eine Katastrophe.

IgorCyclist
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Gutes Thema, aber leider wurde hier eine Chance verpasst, das Themenfeld systematisch aufzuarbeiten. Statt erst einmal die Situation faktenbasiert zu analysieren, wurde munter drauflos gequatscht. Mit 3 Wissenschaftlern im Panel hätte ich mir da mehr erwartet.

Syptomatisch war schon Tilos Einleitung, wo er postulierte, die Ungleichheit in Deutschland nehme zu. Das ist korrekt für Vermögen, aber nicht empirisch haltbar für Nettoeinkommen. Dieser undifferenzierte Einstieg setzte quasi den Ton für den Rest der Diskussion.

Als nächstes hätte man sich mit der Struktur des Vermögens beschäftigen können. Die 10% reichsten in Deutschlad haben im Schnitt etwa genau so viel Vermögen wie die 10% reichsten Menschen in Frankreich oder Italien. Warum ist Deutschland trotzdem so viel ungleicher? Wo ist Deutschlands Mittelschicht? Was ist mit ihr passiert?
Haben wir wirklich ein Problem mit Superreichen, wie Tilo es ja oft naiv darstellt, oder haben wir ein Problem mit einer ausgequetschten bzw nicht existierenden Mittelschicht? Beide Probleme sehen in der Grobanalyse ähnlich aus (große Ungleichheit), sind in der Feinanalyse aber fundamental unterschiedlich und bedürfen verschiedener Lösungsansätze..
Welchen Einfluss spielen haben die sozialen Sicherungssysteme? Warum ist Schweden noch vermögensungleicher als Deutschland?

Trotz der Anwesenheit der Wissenschaftler gab es hier keinen systematischen Ansatz. Ohne gesicherte Faktenbasis und ohne Feinanalyse ist keine Lösung zu erwarten. Die Doktorantin? Totalausfall. Silja Graupe und Tilo arbeiteten mit Ihrer Zahlenphobie geradezu gegen einen systematischen Ansatz. Deren im Kern wissenschaftsfeindliche Denkweise ist fast erschreckend. Obendrein wurde Tilo dann auch wieder unangenehm passiv-agressiv. Damit hat er sich selbst aus der Diskussion gekegelt und gezeigt, dass er Diskussion weder fachlich noch als Moderator gewachsen war.

Der Einzige, der aus meiner Sicht die Fähigkeit hat, fachlich-strukturiert an das Thema heranzugehen, ist Maurice. Stark. Ich bin oft nicht seiner Meinung, aber er war hier gedanklich organisiert und hat der Diskussion wichtige Impulse gegeben. Leider ist er aber in all dem Geschwurbel von Frau Graupe etwas untergegangen. Die hat am Ende alle totgequatscht.
Und dann war da ja auch noch Herr Fratscher. Bei dem hatte das Gefühl, ihm sei es peinlich, anderer Meinung zu sein. Wenn er im Diskurs weniger apologetisch und von sich überzeugter gewesen wäre, dann hätte die Diskussion sicherlich profitiert.

Ach ja, und Hans war wieder mal ein Highlght mit seiner Moderation und seinen Beiträgen. Sympathisch-souverain. Gut, dass er da war und nicht nur Tilo.

Dr.D.Tergent
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Super Runde & toll daß Marcel Fratscher eingesprungen ist. Freue mich jetzt auf das genießen der 3h ;)

derPUPE
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Egal ob live on Tape oder live mit glänzender Speckschwarte (wegen Berliner Luftfeuchtigkeit), hauptsache mit Herrn Jessen! <3

maxmuster
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Gibt es einen Grund, wieso eure Programme nicht großartig angekündigt werden, Schaue es mir gerne live an. Und ich erlebe oft, dass ihr tolle Gäste und ein tolles Programm habt, dass einfach mal so aufploppt.

quentinquarantino
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Bei thilo fällt mir häufig auf das fragen geschlossen und sehr suggestiv gestellt werden. Man könnte meistens einfach mit "ja natürlich" antworten. Bitte drauf achten dass man den Gästen (auch in den Interviews) platz zur Entfaltung bietet und den gästen nicht schon in der frage eine mögliche Antwort präsentieren.

Gustav_der_III
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Das ist so unglaublich bereichernd und wichtig! Ein langes Talk-Format mit Leuten, die sich alle auskennen auf dem Gebiet, und die aus unterschiedlichen Perspektiven aber mit gemeinsamen Fakten, ohne Dogma oder Orthodoxie auf ein Thema schauen. ICH WILL MEHR! ❤️

linksgruenversifft
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Aus der Produktentwicklung bzw. Qualitätsmanagement kommt der Spruch "nur was man messen kann, kann man auch verbessern"; also technische Parameter können die Diskussion schon erleichtern.

petermueller
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Super Runde. Großartig. Tolle Leute, Danke für dieses Format!
Was ich mich Frage ist: Hat diese zwischenmenschliche ökonomische Leistungsbewertung auch etwas mit Empathiemangel/Mentalität zu tun?
Nächste Frage: Wenn jemand seinen Selbstwert fast nur über Leistung/Arbeit beziehen sollte (z.B Aus dem Elternhaus geprägt), und es kaum andere Möglichkeiten für ihn gibt, von Anderen seinen Selbstwert gespiegelt/gesehen zu bekommen, projeziert man vielleicht in "Minderleister" etwas hinein, weil man es in sich selber ablehnt?

Ich frage das nur, weil ich Menschen nie über ihren ökonomischen Leistungsstatus bewertet habe, und würde das gerne verstehen.

dreas
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Nice! Marcel Fratscher und Maurice Höfgen. Exactly the crossover I was waiting for

TheCalcaholic
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Es ist 1996 🎶
Meine Freundin ist weg und bräunt sich.
In der Südsee- allein?
Ja, mein Budget war klein- na fein
Herein, willkommen im Verein 🎶
Ich hab es auch sofort gedacht 😆.

xyz
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Das werde ich mir später genüsslich, bei einem Spaziergang, reinziehen.

tietscho
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Oh mein Gott, ich danke euch für diese tolle und sehr informative Runde. Hat mir in vielen Punkten die Augen geöffnet und ich wünsche mir das jeder einzelne Mensch der Zugang zur deutschen Sprache hat sich die 3h zu Herzen nimmt um ein paar Stereotypen zu checken und eventuell das Weltbild in diesen Fragen nochmal neu zu beleuchten.

Ardumor
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In den Naturwissenschaften gibt es eine einfache Erkenntnis:
Je größer der Potentialunterschied, desto größer die Spannung.

In der Natur werden Gleichgewichte / Ausgleiche angestrebt.
Elektronen strömen vom negativen zum positiven Potential.

Ist der Potentialunterschied zu hoch, dann gibt es einen Blitz und es knallt gewaltig, doch schon vor dem Blitz spürt man die geladene Atmosphäre.

Das gleich gilt für die Schere zwischen Arm und Reich.

Extreme polarisieren und führen zu Spannungen.

Wenn in Deutschland der Lebensstandard wesentlich höher ist, als in Afrika, Indien usw. dann kommt es zu Flüchtlingsströmen zum höheren Lebensstandardpotential.

Der große Potentialunterschied zwischen den Kontinenten führt zu Spannungen, die sich in Form von Kriegen entladen usw.

Würden alle Menschen ungefähr auf dem selben Potential /Lebensstandard leben, welcher ihnen ein in den Grundbedürfnissen zufriedenes und auskömmliches Leben ermöglicht, dann wäre dieser Planet wesentlich friedlicher und stabiler.

Da niedrigste mögliche Potential ist 0 (negative Potentiale zu erzeugen, bedeutet auch Energiezufuhr).
Nach unten gibt es also eine natürliche Begrenzung, bei den Armen kann nicht weiter reduziert werden.

Sinnvoll wäre es demnach hohe Potentiale in Form großer Vermögen (durch Vermögensstrom von Reich zu Arm) zu verringert und alle niedrigen Potentiale dadurch auf ein so hohes Energieniveau zu bringen, dass alle Menschen auf diesem Niveau gut leben können.

Die Spannung wäre niedriger, es gäbe weniger Ausgleichsbestrebungen, das System wäre stabiler.

Der Besitz von Geld ist im kapitalistischen System der Schlüssel für den Zugang zur Möglichkeit die Grundbedürfnisse zu befriedigen. Geld manifestiert im Kapitalismus die Potentialunterschiede.

Der Reichtum der Reichen muss zugunsten einer Wohlstandssteigerung der Armen verringert werden!

roboz
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Schade das es so viel über Philosophie und so wenig über konkretes Handeln gesprochen wurde.
Ich meine viel mehr als Vermögenssteuer und Erneuerbare Energien ausbauen (aber bloß nicht so viel dass das BIP steigt) kam ja konkret nicht, aber wenigstens hat Maurice mal zwischendurch versucht darauf aufmerksam zumachen dass es nix bringt nur zu Philosophieren und es besser wäre darüber zu reden was man denn politisch tun sollte.

arne
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Im Großem und Ganzem: Macht weiter so! Die Länge ist mehr als angemessen bei diesen Riesenthemen, tolle Gäste, gute Moderation. Ich hoffe, dass der Stream noch mehr Verbreitung findet.

avifauna