Alles Kernkraft, alles bingo? | Transmutation erklärt | Harald Lesch | Terra X Lesch & Co

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Ein Gedankenexperiment: Was, wenn wir die gesamte Stromversorgung in Deutschland auf #Kernkraft umstellen würden? Gerade im Energiesektor müssen die CO2-Emissionen runter, das ist klar. #Kernenergie, also neue Atomkraftwerke, wäre da doch eine stabile, klimafreundliche Variante, statt volatile #Erneuerbare auszubauen – und für das Problem mit dem #Atommüll gibt es mit der Transmutation schließlich auch eine Lösung. Oder nicht?

Die Netzlast in Deutschland lag 2023 bei 456,8 TWh.

Kapitel:
00:00 Intro
00:34 Komplette Stromversorgung durch Kernkraft?
02:23 Das Problem mit dem Müll
07:04 Lösung Transmutation?
09:00 Kernkraft vs. Erneuerbare
12:10 Was ist mit Small Modular Reactors?
13:19 "Magischer" Atomstrom?

Noch mehr zum Thema:

Quellen & weiterführende Links:

Die Grafik listet für Kernkraft 117g CO2eq pro erzeugter Kilowattstunde Strom. Berücksichtigt werden alle CO2-Emissionen und CO2-Äquivalente, die im gesamten Lebenszyklus der Stromerzeugung anfallen. Das gilt auch für alle anderen Methoden der Stromerzeugung, die in der Grafik aufgeführt sind.
In verschiedenen Studien werden seit Jahren immer wieder andere Werte für die CO2eq/kWh durch Kernkraft aufgeführt. Warum also an dieser Stelle im Video diese Grafik? Sie stellt durch die Auswahl verschiedener Stromerzeuger und der Angabe der Emissionen als CO2-Äquivalent pro kWh über den gesamten Lebenszyklus eine gute Vergleichbarkeit her. Die Zahlen liegen innerhalb der Spanne aktueller Studien. Es gilt nicht eine „absolute“ Zahl für CO2-Emissionen, weder bei Kernkraft noch bei anderen Stromerzeugern, sondern stets eine Spanne mit gewisser Unschärfe, die auch über die Jahre veränderlich ist. Das hätte an dieser Stelle im Video deutlicher formuliert sein sollen.
Im Bericht “Energy Systems” des IPCC von 2014 liegen die Emissionen für die Stromerzeugung mit mit Kernkraft bei 4–110g CO2eq/kWh.
Allerdings gibt das IPCC an, dass diese großen möglichen Bereiche höchstwahrscheinlich am unteren Ende auf unvollständige Systeme und am oberen Ende auf schlechte lokale Bedingungen und/oder alte Technologien zurückzuführen sind.

Moderation: Harald Lesch
Autor:in: Jana Steuer
Redaktion: Victor Riley
Produktion: Florian Rehm, Andrea Böhmer
Producer:in (objektiv media): Anne Westphal
Kamera: Thorsten Eifler
Ton: Noah Amshoff
Schnitt: Dennis Burneleit
Thumbnail: David Weber
Grafiken: Dennis Burneleit / Kurzgesagt
Musik von Extreme Music & YouTube Audio Library

Dieses Video ist eine Produktion des ZDF, in Zusammenarbeit mit objektiv media.
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Комментарии
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Ab 09:56 zeigen wir eine Grafik, in der CO2-Emissionen pro Kilowattstunde für verschiedene Stromerzeuger gelistet sind. YouTube sagt: Diese Stelle im Video habt Ihr Euch am meisten angeschaut – und es haben uns dazu auch einige Nachfragen erreicht. Wir versuchen das mal etwas aufzudröseln:
Die Grafik listet für Kernkraft 117g CO2eq pro erzeugte Kilowattstunde Strom. Allerdings gilt diese Zahl nicht nur für die Emissionen bei der reinen Stromerzeugung. Berücksichtigt werden hier alle CO2-Emissionen (und umgerechnet auch CO2-Äquivalente, etwa bei anderen Treibhausgasen), die im gesamten Lebenszyklus der Stromerzeugung anfallen. Das gilt auch für alle anderen Methoden der Stromerzeugung, die in der Grafik aufgeführt sind, ob Photovoltaik, Windkraft oder Kohle.
Nun finden sich in verschiedenen Studien über die Jahre aber immer wieder andere Werte für die CO2-Emissionen – und CO2-Äquivalent-Emissionen, CO2eq/kWh – durch Kernkraft. Warum haben wir also genau diese Grafik mit genau diesen Zahlen für diese Stelle im Video ausgewählt?
Die zitierte Grafik stellt durch die Auswahl verschiedener Stromerzeuger und der Angabe der Emissionen als CO2-Äquivalent pro kWh über den gesamten Lebenszyklus eine gute Vergleichbarkeit her. Die Zahlen liegen innerhalb der Spanne aktueller Studien. Allerdings ist genau das der Knackpunkt: Es gibt nicht eine „absolute“ Zahl für die CO2-Emissionen, weder bei Kernkraft noch bei anderen Stromerzeugern, sondern immer eine Spanne mit gewisser Unschärfe, die auch über die Jahre veränderlich ist. Das hätten wir an dieser Stelle deutlicher formulieren müssen.
Im Bericht “Energy Systems” des “Climate Change 2014”-Reports des IPCC werden die CO2-Emissionen für die Stromerzeugung mit Photovoltaik mit 18–180g CO2eq/kWh und mit Windkraft mit 7–56g CO2eq/kWh bzw. mit 2–81g CO2eq/kWh (je nach Studie) angegeben. Die Erzeugung von Strom mit Kernkraft liegt laut diesem Bericht bei 4–110g CO2eq/kWh.
Allerdings gibt das IPCC an, dass die großen möglichen Bereiche dieser Zahlen bei Kernkraft höchstwahrscheinlich am unteren Ende auf unvollständige Systeme und am oberen Ende auf schlechte lokale Bedingungen und/oder alte Technologien zurückzuführen sind.

TerraXLeschundCo
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Aber Herr Lesch, kann man den Atommüll nicht einfach im Keller der Bayerischen Staatskanzlei deponieren?

hansdampf
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Man könnte ganz einfach den Atommüll am Rand der flachen Erde herunterwerfen. 😁

nckhl
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Ich bin dafür, 40 AKWs in Bayern zu bauen, dann sieht man auch die Windräder nicht mehr.

stefand
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Wenn man sich die Halbwertszeiten der radioaktiven Isotope auf der einen und anschließend die Halbwertszeit des politischen Gedächtnis der Bevölkerung auf der anderen Seite anschaut, erkennt man, dass hier was grundlegend nicht zusammenpasst.

nachtfuchs
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Klimakonferenz in Dubai, geiler Witz 😂😂😂😂😂😂

BergischerHammer
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Bin froh dass mir dieses Video jetzt vorgeschlagen wurde, wo auf YT immer mehr positive Stimmen zur Kernkraft auftauchen und diese das Problem des Mülls nicht ansprechen oder herunterspielen

TheZaphas
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Als nächstes: Friedenskonferenz in Moskau.

gramozgashi
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3:16 Die radioaktive Zerfallszeit 4, 5 Milliarden Jahre ...also das zieht sich^^

LeyFee
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"Nukular"..das Wort heisst "Nukular" ☝️

austinflowers
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@09:00 - wenn man das Material transmutiert hat, kommen a) Radionukliden heraus, die schneller zerfallen oder idealerweise stabil sind und b) nimmt damit die Menge der hochaktiven Nuklide ab. Warum muss man das dann immer noch 'Millionen von Jahre' lagern? Und um ein Endlager kommen wir ja nicht herum, da wir ja schon Atommüll haben, nur dass es dann weniger Menge ist und nicht mehr so lange gelagert werden muss.
Und schwach- und mittelradioaktiver Abfall - in der Schweiz kommen 25% dieser Abfälle aus der Nuklearmedizin - dürfte damit bei uns ähnlich sein? Wollen wir dann in Zukunft auch keine Diagnostik und Therapien mehr auf diesem Gebiet - weil wir das angeblich nicht lagern können?

Georg-lj
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Ich hätte mir etwas mehr Erläuterung gewünscht, wieso Transmutation nun keine Lösung für das Lagerproblem ist. "Da bleibt halt doch was über" war mir jetzt etwas dünn.

DerSerafin
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Das Video hat mich total abgeholt und war für mich auch augenöffnend. Es ist so einfach darüber zu meckern, dass die letzten verbliebenen AKWs abgeschaltet wurden, aber unter all den vorgetragenen Gesichtspunkten hab ich meine Meinung doch gerade grundlegend geändert. Unter all den gesellschaftlichen Problematiken mit denen man sich tagtäglich konfrontiert sieht, vergisst man ganz gerne mal, was wirklich wesentlich ist. Danke also für dieses aufklärende und erdende Video 👍

Danni.
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Ich finde den Vergleich von Atomkraft mit den erneuerbaren Energien seltsam. Denn eigentlich sollte man Kernkraft doch mit Kohle und Gas vergleichen. Denn die Frage wieso Kernkraft VOR Kohle und Gaskraftwerken abgeschaltet wird wenn wir doch eine Klimakrise haben ist durchaus berechtigt. Ich finde es auch nicht besonders relevant wieviele Kraftwerke wir bräuchten, um ganz Deutschland zu versorgen, da wir ja schon jede Menge erneuerbare Energien haben. Die Frage wäre doch eher wieviele Kraftwerke wir bräuchten um die nächtliche Grundlast zu tragen, damit wir nicht mehr auf Kohle und Gas angewiesen sind.

tobibatt
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@16:30 - ja wir haben kein Endlager, aber das ist eher politisch so gewollt.
Es gibt ja das größte Giftmüll-Endlager der Welt in Herfa-Neurode - übrigens unter Joschka Fischer in Betrieb gegangen. Da lagert man jedes Jahr ein Vielfaches des Atommülls an toxischen Substanzen für *die Ewigkeit* ein. Oder wie hoch ist die Halbwertszeit von Dioxinen oder Furanen, wenn sie richtig gelagert werden?

Georg-lj
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Mich würde eine Diskussion zwischen Frau Hossenfelder und Herrn Lesch interssieren (ich habe mal die ganzen Prof. und Dr. Bezeichungen weggelassen, geht ja hier nicht um "Länge"). Beide angesehene Persönlichkeiten in Ihren Gebieten, aber mit einer anderen Einschätzung wie man Kernkraft bewertet. @Terra X wie wäres ;) ?

naishlaflash
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beim Strom/Energieverbrauch muss man auch bedenken das der Bedarf nicht weniger wird inklusive des Sparens.

cinquecento
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Was wiegt denn schwerer? Der Ausstoß von CO2 etc. durch alle Kohle und Gaskraftwerke oder die Strahlung vom Atommüll durch AKWs?

Snow-udkl
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@10:00 Ach die Kernkraft ist nicht CO2-neutral? Das sind die EEGs auch nicht - ja da stehen niedrige Zahlen aus einer Studie - andere Studien oder OurWorldInData kommen da für die Kernkraft und EEGs auf ganz andere Zahlen.

Georg-lj
Автор

Wie ist das bei der Kernfusion? Wird da nicht auch "einfach nur Wasser heiß" gemacht?
(Ja, wenn sie dann in 'aktuelles Jahr' + 20 Jahren Mal nutzbar sein wird...)

Bluff